Armin & Johanna


Supermann hat sich getraut

Johanna und Armin machen im Beverland ordentlich Boing, Zack und Kawummm!!

Es muss nicht zwangsläufig regnen, wenn zwei Hamburger Hochzeit feiern. Zumindest nicht, wenn sie das im Beverland tun. Mit Johanna, 26, und Armin, 30, meinte es der Wettergott jedenfalls ausgesprochen gut, als sie am 26. Juli zu ihrer großen Hochzeitsfeier ins „Kaseinwerk“ einluden. Kein Wölkchen am Himmel, Sonne satt und Temperaturen, die den ein oder anderen aus der armenisch-französischen Verwandtschaft des Paares fraglos an den Sommer in der Heimat erinnert haben dürften.

Das passt wie die Faust aufs Auge

Dass sich die beiden an diesem Tag in Kleid und Smoking als Braut und Bräutigam gegenüber standen, ist übrigens ausschließlich Johanna zu verdanken. Sie nämlich war es, die ihrem Armin den Antrag gemacht und so den Stein ins Rollen gebracht hatte. „Wir waren zu dem Zeitpunkt schon sieben Jahre zusammen und ich wollte Armin einfach noch einmal meine Liebe beweisen“, erzählt die smarte 26-Jährige. Der hatte „mit allem gerechnet, nur damit nicht“ und „natürlich sofort Ja gesagt“. Kurze Zeit später saßen die beiden auch schon beim Standesbeamten, um ihre Ehe offiziell zu besiegeln. „Aber das haben wir ganz klein gehalten“, erzählt Johanna. „Nur die engste Familien und unsere Trauzeugen waren dabei.“ Das große, rauschende Fest, da waren sich Armin und Johanna immer einig, wollten sie zusammen mit der kirchlichen Trauung feiern. Die Frage war nur, wo soll, wo kann die stattfinden? Die Empfehlung eines Bekannten von Johannas Mutter führte die beiden schließlich auf die Beverland-Homepage und von dort direkt zu einem Vor-Ort-Termin mit Beverland-Wedding-Planer Dirk Boll. „Im Gespräch mit Dirk haben wir dann gleich gemerkt, das passt wie die Faust aufs Auge“, erinnert sich Armin. „Wir wollten einfach keine 08/15 Hochzeit. Und Dirk hat so schnell und kunstvoll ein wirklich perfekt zu uns passendes Konzept entwickelt, dass einem fast schwindelig wurde.“ Bestimmendes Thema des Abends sollte eine gemeinsame Leidenschaft der beiden werden: Comics.

Eine rauchende und schnaufende Überraschung


Doch bevor die große Feier ihren Lauf nehmen konnte, ging es für das junge Paar natürlich erst einmal vor den Traualtar der Stadtkirche in Tecklenburg, wo es sich getreu des strengen Zeremoniells der armenisch-apostolischen Kirche das Jawort gab. „Wie streng es dabei zuging, da waren selbst unsere bayrischen Gäste einigermaßen erstaunt, die ja selbst eine eher konservative Kirche gewohnt sind“, lacht Armin. Nach dem feierlichen Akt und einem prickelnden Sekt ging es für alle zunächst wieder in den Bus. Lange in ihren Sitzen verharren mussten die Gäste diesmal aber nicht, denn das nächste Ziel, der Tecklenburger Bahnhof, lag nicht weit entfernt. 


Hier wartete der nächste Programmpunkt; ein schnaufender und rauchender und einer, den wohl niemand auf dem Zettel gehabt haben dürfte: Der Transfer zurück ins Beverland mittels einer historischen Eisenbahn. Es versteht sich von selbst, dass die Museumsbahn vorher allerdings erst noch als Kulisse für ein paar ganz besondere Hochzeitsbilder herhalten musste. Dann endlich hieß es „Einsteigen, Türen schließen und Vorsicht an den Bahnsteigen!“.


„Das war nicht nur für unsere Gäste ein absoluter Höhepunkt, auch für uns war die Fahrt absolut sensationell! Die Stimmung war einfach grandios!“, resümiert Johanna. Und Armin ergänzt: „Die Zeit im Zug ist nicht nur wie im Flug vergangen, sie hat auch dafür gesorgt, dass die Stimmung nach der Trauung nicht abflaut. Einen besseren Übergang zur Feier im Beverland hätte es nicht geben können.“

Schlumpfenpisse gegen den Durst

Zur allgemeinen Erheiterung dürfte übrigens auch die Getränkeauswahl beigetragen haben. Denn neben Kaffee und Tee, Bier und Softdrinks servierte das Beverland-Team in den Waggons auch ein klares, blaues Getränk namens Schlumpfenpisse.


Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, gab es während der Fahrt noch ein weiteres Highlight obendrein – sehr zur Freude der hungrigen Hochzeitsgäste: Das Anschneiden der knallbunten und vier Stockwerke hohen Hochzeitstorte, die von einem Supermann-, einem Batman-, einem Green-Lantern- und einem Ironman-Logo verziert war.

Vom Bräutigam zum Supermann

Im Beverland angelangt, ging die Party mit einem Empfang im Innenhof dann quasi nahtlos weiter. Für die angesichts der Temperaturen erforderliche Erfrischung sorgten hier Ginger Beer, das entsprechend des Mottos an diesem Tag als „Thor´s Hammer“ firmierte, sowie gelber Schneckensaft, den ein Pickser mit einer aus einer Melone ausgestochenen Schnecke zierte. Gegen den kleinen Hunger gab´s westfälisches Sushi. Braut und Bräutigam nutzten die Zeit derweil für ein ausgiebiges Fotoshooting. Endlich zum Einsatz kamen dabei auch die Requisiten, mit denen sich Armin klammheimlich eingedeckt hatte: ein Supermann-T-Shirt, das plötzlich unter seinem blütenweißen Hochzeitshemd zum Vorschein kam, Supermann-Socken und Supermann-Manschettenknöpfe.
Die wartende Gästeschar wurde in der Zwischenzeit von einem Karikaturisten bestens unterhalten. Der arbeitete in seinen Portraits, die er auf seinem IPad zeichnete, nicht nur die markanten Gesichtszüge der Anwesenden auf unnachahmliche Art heraus, sondern schickte den Portraitierten ihre Bilder gleich per Email zu. Damit nicht genug, konnten die Wartenden die Entstehung der kleinen, ganz im Comic-Stil gehaltenen Kunstwerke auch noch live an einem großen Bildschirm verfolgen – was nicht unerheblich zur allgemeinen Belustigung beitrug. Wer wollte konnte dem Brautpaar überdies etwas ins Gästebuch schreiben. Das sollte am Ende selbstverständlich ebenfalls wie ein Comic gestaltet sein. Also wurden zunächst Fotos der Gäste im Comic-Style auf die leeren Seiten geklebt und diese dann von ihnen selbst mit viel Bumm, Boing, Peng und natürlich einer ordentlichen Knall, Zack und Schepper beschriftet.

„Komplett durchgedreht“

Auf den Empfang folgte schließlich das Essen im Restaurant Kaseinwerk. Die Dekoration hier war eher schlicht gehalten. Es gab keine Tischdecken, keine Tischläufer und statt Blumen gab es Kräutertöpfe, in denen Sprechblasen steckten mit dem Spruch „Schneid mir die Haare“ darauf. Als Platzdeckchen dienten Seiten verschiedener Comics.
Flankiert von Reden, kleinen Aufführungen und Choreografien von Freunden des Paares servierte das Team des Beverlands in diesem Ambiente vorweg hausgebackenes Chiabattabrot mit einer Tomaten-Mozzarellafüllung mit Tomatenchutney, Salzbutter und Aioli. Anschließend kredenzte das selbstverständlich komplett mit Supermann-T-Shirts ausstaffierte Beverland-Team dreierlei Suppen: eine – „Ich bin scharf“ – Karotten-Ingwersuppe, ein – „Ich bin ein knackiges Früchtchen“ – kaltes Gurkengazpache und eine „Ich bin total heiß“ – weiße Tomatensuppe. Angerichtet wurden die Suppen in drei großen, in einem Holzgestell stehenden Reagenzgläsern.
Richtig zur Sache ging es dann beim Hauptgang. Dabei hatten die Gäste die Qual der Wahl -- nämlich zwischen butterzarten Rindersteaks vom Holzkohlegrill mit geschmorten Champignons und Zwiebeln, mediterranem Gemüse und Rosmarinkartoffeln oder fangfrischen Flammlachs mit einer Zitronenkruste aus dem Steinofen mit Holunderblütenrisotto, Mafaldini in Pesto aus dem Parmesanrad und knackig-frischen Salaten der Saison. „Als dann auch noch das Eisfahrrad ins Kaseinwerk gefahren kam, um den Nachtisch bringen, sind nicht nur die anwesenden Kinder komplett durchgedreht“, erzählt Johanna noch immer begeistert. „Viele hätten gerne mehr gegessen und haben sehr bedauert, dass der Mensch nur einen Magen hat“, spart auch Armin nicht mit Lob für das Beverland-Küchenteam.

„Lass krachen Alter!“

Danach nahm die Feier ihren Lauf wie es der Spruch am Spiegel des Herrenklos forderte: „Lass krachen Alter!“. „Das war richtig, richtig geil“, bringt es Armin unumwunden auf den Punkt.
„Alle waren einfach nur gut drauf und dann hat der DJ mit seiner Musikauswahl auch noch genau den Nerv getroffen.“ Für Johanna hat sich unterdessen besonders die Tatsache bemerkbar gemacht, dass die meisten ihrer Gäste ebenfalls ein Zimmer im Landhotel Beverland gebucht hatten. „Wenn du weißt, du musst hier nur die Treppe hoch, um ins Bett zu kommen, ist das einfach ein ganz anderes Feiern. Da ist richtig Klassenfahrtstimmung aufgekommen. Das war sogar noch viel besser, als wir es uns vorgestellt hatten. Ein perfekter Tag.“